Porträts "Starke Frauen"

Vorher-Nachher Shooting

„Es ist schön, mal mutig zu sein und was auszuprobieren",

Christhilde K. (55) ließ sich für das "Vorher-Nachher-Shooting" der Initiative "Brustkrebs bewegt" und dem Fotoatelier „Graphic Art's Design“ für das Onlineportal "frauenzimmer.de" komplett umstylen.

Christhilde bekam Anfang 2007 von ihrem Arzt die Nachricht, dass sie Brustkrebs hat. Vor zwei Jahren trat sie mit einer Gruppe von 30 Frauen zum ersten Mal die bescherliche Wanderung über den Jakobsweg an - und auch in diesem Jahr war sie  mit dabei, als es hieß: "Wir wandern wieder auf dem Jakobsweg".

Ein wichtiges Anliegen der lebensfrohen Frau ist es, anderen betroffenen Frauen Mut zu machen und zu vermitteln, dass mit der Krebserkrankung das Leben nicht zu Ende ist. "Das ganze Leben dreht sich nur noch um die Krankheit, schlimm genug, dass sie da ist. Sie bleibt auch, aber es gibt noch so viel anderes und man muss versuchen, es sich so schön wie möglich zu machen. Und wenn es nur kleine Highlights sind, wie gemütlich einen Kaffee zu trinken oder eben zu laufen oder Fahrrad zu fahren."

Als wir Christhilde für das Shooting anfragten, zögerte sie keine Sekunde und willigte spontan ein. "Ich hatte absolut keine Vorstellung davon, was auf mich zukommt," erzählte sie beim anschließenden Interview mit frauenzimmer.de und kommentierte das Ergebnis mit den Worten: "Es ist interessant zu sehen, wie ich auch ganz anders aussehen kann!"

Für die komplette Fotostrecke inklusive anschaulicher Schminktipps sowie das Interview mit Christhilde, klicken Sie bitte hier. 

Vom tiefen Tal auf einen der höchsten Gipfel – die Erfolgsstory einer ungewöhnlichen Frau

Eva Schumacher-Wulf wird mit 34 Jahren mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. 2004 – ihre beiden Söhne sind ein und vier Jahre alt – ertastet sie einen Knoten in ihrer Brust und glaubt zunächst an eine verstopfte Milchdrüse, da sie ihren jüngsten Sohn gerade abgestillt hat. Doch knapp zwei Wochen später wird eine Brust bereits abgenommen. Ein Schock für die junge Mutter.

Wie wohl jede Frau in dieser Situation kämpft sie in der folgenden, schweren Zeit mit Gefühlen der Ohnmacht, Angst und Wut. Nach Operation und Bestrahlung entscheidet sie sich gegen eine Chemotherapie, da eine Untersuchung zeigt, dass ihr Tumor gar nicht auf diese ansprechen würde. Sie unterzieht sich einer Anti-Hormon-Therapie. Das bedeutet für eine junge Frau, dass sie künstlich in die Wechseljahre versetzt wird, mit Nebenwirkungen wie Libidoverlust und erhöhtem Osteoporose- und Schlaganfallrisiko. Durch einen Freund ihres Vaters, der Chefarzt an einer Frauenklinik ist, bekommt sie umfassende Informationen über verschiedene Therapiewege. Doch während ihrer Therapie und der Rehabilitation lernt Schumacher-Wulf viele Frauen kennen, die erschreckend wenig aufgeklärt sind über ihre Krankheit und mögliche Therapien.

Eva Schumacher-Wulf nimmt den Kampf auf, gegen die Krankheit und für eine gesunde Zukunft. Sie beschließt, sich einen langgehegten Traum zu erfüllen – ein Jahr nach der Brustkrebs-Operation den Kilimandscharo zu besteigen. 2005 setzt sie diesen Plan tatsächlich in die Tat um – und beweist sich damit, dass sie körperlich und mental über die Krankheit triumphiert hat.

Nach der erfolgreichen Therapie möchte Eva Schumacher-Wulf anderen Brustkrebspatientinnen Mut machen und ihnen bei der Orientierung im Informationsdschungel helfen. Gemeinsam mit Freundinnen wird die Idee geboren, ein Magazin für Frauen mit Brustkrebs, ihre Angehörigen und Freunde herauszugeben. Im Oktober 2006 erscheint schließlich die erste Ausgabe von Mamma Mia!.

Seitdem hat sich die Zeitschrift, die vierteljährlich erscheint, fest etabliert. Mamma Mia! informiert und klärt auf; über Therapie, neueste medizinische Erkenntnisse und Studien. Erfahrungsberichte von Patientinnen machen Mut. Die Frauen wollten jedoch kein Magazin, in dem es nur um Krankheit geht. Auch Themen wie Wellness, Reisen oder Sport haben ihren Platz. Denn neben der Beschäftigung mit der Krankheit, soll die Lebensfreude keinesfalls zu kurz kommen. 10 Cent jeder Ausgabe fließen außerdem in ein Brustkrebsprojekt.Die positive Resonanz der Leserinnen motiviert das Redaktionsteam immer wieder aufs Neue. 2008 folgte dann auch eine offizielle Ehrung: der Brustkrebskommunikationspreis der Deutschen Krebsgesellschaft. 

 

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Stand: 6.7.11