Projekt "Wandern auf dem Jakobsweg"
Aktive Krankheitsbewältigung durch Wandern auf dem Jakobsweg
Im April 2008 machten sich zum ersten Mal zwölf Frauen gemeinsam mit dem Projektteam der Sporthochschule Köln auf den Weg von Bilbao nach Santiago de Compostela. Nach 50 spannenden Tagen hatten alle ihr Ziel erreicht: Die Grabstätte des Apostels Jakobus – das „Ende der Welt“. In Monte do Gozo, 5 Kilometer vor der Stadt, versammelten sich alle Teilnehmerinnen, um von dort aus gemeinsam zur Kathedrale zu pilgern. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge traten die Pilgerinnen ihre letzte Etappe an: „Natürlich freute ich mich auf zu Hause“, erinnert sich Christhilde, eine der Teilnehmerinnen. „Aber gleichzeitig habe ich jede Minute genossen. Ich war selten so glücklich!“
Das Projekt wurde im Rahmen zweier Diplomarbeiten wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse bestätigen: Selbst nach einem Jahr profitieren die Teilnehmerinnen noch von der Wanderung. Sie fühlen sich insgesamt aktiver, leistungsfähiger und schätzen ihre Lebensqualität höher ein. „Darüber hinaus hat sich auch die körperliche Verfassung der meisten Frauen verbessert“, erklärt Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin. So wurden unter anderem auch die Freien Radikale vor und nach der Wanderung gemessen. „Durch die aktive Auseinandersetzung mit der Erkrankung haben nahezu alle Frauen sowohl körperlich als auch seelisch von der Aktion profitiert. Das konnten wir anhand der Fragebögen, aber auch anhand der persönlichen Kommentare feststellen.“
Wenn Sie das komplette Interview „Die Macht des Weges – Brustkrebspatientinnen profitieren langfristig von der Wanderung auf dem Jakobsweg“ mit Dr. Freerk Baumann lesen möchten, klicken Sie bitte hier.


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