Yoga, QiGong & Co
Ob Yoga, Pilates oder progressive Muskelentspannung – jeder muss für sich die Technik finden, die ihm liegt. Hier gilt die Faustregel „gut ist, was gut tut“. Es gibt kein Patentrezept, Sie sollten ausprobieren, was Ihnen Spaß macht und wie viel Bewegung in welcher Intensität Ihnen wohltut. Häufig religiösen Ursprungs wurden die uralten Techniken der Inder und der Chinesen vom Westen wiederentdeckt und erlebten in den letzten Jahren eine Renaissance. Wer hat nicht schon mal von Yoga oder Tai-Chi gehört? Aber was steckt hinter diesen vermeintlichen Trends und wie können heute Brustkrebspatientinnen von den jahrhundertealten Übungen profitieren?
Yoga
Yoga ist eine aus Indien stammende Philosophie, die durch Übungen den Einklang von Körper, Geist und Seele anstrebt. Yoga wirkt heilend und gesundheitsfördernd. Die Bewegungsübungen stärken den Körper. Atem- und Meditationstechniken entspannen die Seele. Das bewusste, tiefe Atmen trägt zur Entspannung des ganzen Körpers bei, da die Zellen auf diese Weise besser mit Sauerstoff versorgt werden. Durch die Übungen werden außerdem die Organe massiert, der Verdauungstrakt aktiviert und das Immunsystem gestärkt. Bei Erschöpfung kann der Kreislauf auf sanfte Weise angeregt werden. Die Steigerung der Durchblutung beugt Ödemen vor.
QiGong
QiGong ist eine Bewegungslehre, die als Selbstheilungsmethode in der chinesischen Medizin eingesetzt wird. Das „Qi“ ist die Lebensenergie, die durch den Körper strömt. Krankheit und Unwohlsein sind nach dieser Philosophie auf ein blockiertes Qi zurückzuführen. Die Übungen sollen gemeinsam mit einer bewussten, tiefen Atmung die Lebensenergie aktivieren. Das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte sowie das mentale Wohlbefinden verbessern sich. Beweglichkeit und Konzentrationsfähigkeit nehmen bei regelmäßigem Training fühlbar zu.
Tai-Chi
Tai-Chi ist ein traditioneller chinesischer Sport. Die langsamen, fließenden Bewegungsabläufe werden auch „Schattenboxen“ genannt. Auch hier steht die Verbesserung der Lebensenergie im Mittelpunkt. Die Übungen werden gemeinsam mit einer speziellen Atmung durchgeführt. Allein durch das tiefe Atmen entspannt sich der Körper.
Unser Tipp: Pilates
Die Trainingsmethode kräftigt bestimmte Muskelgruppen und trägt zur Verbesserung der allgemeinen Flexibilität sowie der Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems bei. Außerdem soll die eigene Körperwahrnehmung durch die Übungen gefördert werden. Eine zentrale Rolle spielt die bewusste Atmung. Pilates geht auf Joseph Hubertus Pilates zurück. Er entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts das systematische Ganzkörpertraining vor dem Hintergrund seiner eigenen Krankheitsgeschichte (Er litt an Asthma und Rachitis). In New York eröffnete er sein erstes Studio.





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