Risikofaktoren
Die Ursachen des Brustkrebses sind – wie die der Krebsentstehung überhaupt – sehr vielfältig. Neben ungesunder Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum lassen sich aus statistischen Erhebungen weitere Risikofaktoren ableiten, durch die eine Brustkrebserkrankung begünstigt wird:
Alter: Das Lebensalter an sich kann als Risikofaktor angesehen werden. Ab dem 30. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko stetig an, da mit zunehmendem Alter Fehler in der Zellteilung, und damit die Entstehung von entarteten Zellen, bei jedem Menschen wahrscheinlicher werden.
Familiäres Risiko: Ist die Mutter oder eine Schwester bereits an Brustkrebs erkrankt, so ist das Risiko einer Frau durchschnittlich zwei- bis dreimal höher als ohne Verwandte mit Brustkrebs.
Folgeerkrankung: Ist eine Frau bereits an einer Brust erkrankt, so besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko auch für die andere Brust.
Regelblutung und Geburt: Frauen mit früher erster Regelblutung, mit spätem Eintritt der Wechseljahre und Frauen mit später erster oder gar keiner Geburt erkranken häufiger.
Ernährung: Fettreiche Ernährung wird oft mit einem erhöhten Risiko in Zusammenhang gebracht, ebenso regelmäßiger Alkoholkonsum. Auch Frauen mit Übergewicht nach der Menopause erkranken etwas häufiger als der Durchschnitt.
Gen-Mutationen: Rund fünf Prozent der Fälle von Brustkrebs beruhen auf einer vererbten Vorbelastung. Man spricht auch von „Brustkrebsfamilien“. In den letzten Jahren sind vor allem die beiden Gene BRCA-1 und BRCA-2 (englisch: breastcarcinoma – Brustkrebs) in den Blickpunkt des Forschungsinteresses gerückt: Mutationen (spontane Veränderungen) dieser Gene scheinen für Brustkrebs verantwortlich zu sein und können bereits von den Eltern vererbt werden. Die beiden Gene BRCA-1 und BRCA-2 kontrollieren normalerweise das Zellwachstum. Sie reparieren Brüche im Erbgut und können verhindern, dass Tumore entstehen. Mediziner nennen sie deshalb Tumorsuppressorgene. Sind die Erbabschnitte BRCA-1 und BRCA-2 mutiert (verändert), erfüllen die Gene ihre Aufgabe nicht mehr. Die Folge: Zellen wachsen unkontrolliert, Krebs kann entstehen.


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