Die Zeit danach

Regeneration und Nachsorge

Nach einer Brustoperation und den anschließenden Folgebehandlungen steht sowohl die körperliche als auch psychische Regeneration im Vordergrund.

Wiederaufbau der Brust
Eine fehlende Brust wird eine Frau immer wieder an die Erkrankung erinnern. Aus psychologischen Gründen ist es daher für viele Frauen wichtig, nach einer Brustamputation den Verlust auszugleichen. Eine Möglichkeit dazu ist ein Wiederaufbau. Dabei wird eine Art Kissen implantiert, das entweder Silikon oder eine kochsalzhaltige Flüssigkeit enthält. In manchen Fällen wird zum Wiederaufbau der Brust auch eigenes Körpergewebe aus dem Bauch, dem Rücken oder den Oberschenkeln verwendet. Für die Frauen, bei denen kein Wiederaufbau möglich oder gewünscht ist, kann eine äußerliche Prothese Ersatz schaffen. Dabei handelt es sich um einen BH, in den auf der operierten Seite ein Kissen eingearbeitet ist. Diese ist der gesunden Seite angepasst und gleicht die fehlende Brust optisch aus.

Lymphödem – Eine mögliche Folge der Lymphknotenentnahme
Durch die Entnahme der Lymphknoten in der Achselhöhle der betroffenen Seite kann es zu einem Lymphödem im Arm kommen. Erster Hinweis darauf ist ein Anschwellen des Arms. Aufgabe des Lymphsystems ist es normalerweise, Gewebeflüssigkeit (Lymphe) und Eiweißkörper aus dem Gewebe abzutransportieren. Durch die Operation ist dieses System unterbrochen worden, so dass es zu einem Stau von Lymphe und Eiweiß im Gewebe kommen kann. Die Folge: Zunächst sammelt sich an der betroffenen Stelle Wasser an, später bildet sich auch zusätzliches Gewebe, das unbehandelt verhärten kann. Daher ist auch hier eine rechtzeitige Behandlung wichtig. Dazu werden neben der Kompressionstherapie mittels eines Armstrump-fes auch physiotherapeutische Maßnahmen wie Lymphdrainage eingesetzt.

Nachsorgeuntersuchungen – Einen Rückfall schnell erkennen
Ziel der Nachsorgeuntersuchung ist es, einen Rückfall möglichst früh zu erkennen und entsprechend behandeln zu können. In den ersten Jahren findet die Untersuchung vierteljährlich statt, im vierten und fünften Jahr halbjährlich, danach jährlich. Bei diesen Untersuchungen tastet der Arzt den Brustbereich, die Brustkorbwand und die Lymphabflusswege der Brust ab. Außerdem untersucht er, ob der Arm an der operierten Seite durch eine Lymphstauung angeschwollen ist. Zusätzlich wird nach einer brusterhaltenden Operation einmal jährlich eine Mammographie sowohl der operierten als auch der gesunden Brust durchgeführt. Die operierte Brust wird in den ersten drei Jahren im Halbjahresrhythmus mammographiert.

 

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Stand: 28.3.11